Lengfurt

Lengfurt

Herzlich Willkommen in Lengfurt – an der Via Publica

Sitz der Gemeindeverwaltung.

Der Ortsname hat 2 Bestandteile, die Endsilbe „furt“ verweist auf den bestehenden Mainübergang. Die Anfangssilbe „Leng“ weist auf die besondere Eigenschaft der Furt hin, -also eine lange Furt die nicht den kürzesten Weg genommen haben soll sondern in Längsrichtung also schräg über den Main verlaufen ist.
Diese Flussüberquerung lies Lengfurt in der Vergangenheit am Puls der Welt fühlen.
In den Fuldaer Traditionen welche die Erwerbungen der Abtei Fulda zwischen 775 und 885 beinhalten, ist der Ort Lengesfurt erwähnt. Da der erwähnte Graf Egino ebenso wenig wie das Datum fassbar ist gilt diese Erwähnung des Ortes nicht als erste urkundliche Erwähnung.
Die älteste urkundliche Erwähnung unserer bezaubernden Heimat ist das Jahr 839. In einem Diplom Kaiser Ludwigs des Frommen wurde die Via Publica auch 839 erstmals erwähnt. Diese Urkunde belegt einen Gebietstausch zwischen einem Grafen Poppo und dem Kloster Fulda indem die Klingelbachschlucht (3.Schlucht) und die Via Publica als Grenze genannt werden.
Die Via Publica die in Lengfurt den Main überquerte war die West -Ost Verbindung zwischen Brüssel und Prag oder Amsterdam und Wien. Die Route entspricht etwa der heute bekannten Bundesstrasse 8.
Die Fernhandelstraße zwischen Flandern und Böhmen (Via Publica) sowie die alte Poststraße, die von Aschaffenburg nach Würzburg durch die Furt bei Lengfurt führten, brachten der Gemeinde erhebliche Bedeutung.
Napoleon nahm diese Furt über den Main 1812 mit seiner großen Armee bei seinem Feldzug gegen Rußland. Queen Viktoria von England passierte hier später den Main für einen Besuch des Schlosses Triefenstein.

Lengfurts älteste Nennung datiert aus dem Jahre 1102, anlässlich der Gründung und Erstausstattung des Augustiner Chorherrenstifts Triefenstein. Seine Gründung verdankt das Kloster Dekan Gerung, des Stifts Neumünster in Würzburg der die Stadt fluchtartig verlassen musste (Investiturstreit Kaiser Heinrich IV -Papst Gregor) und sich hier in einer dem Kloster Neustadt gehörenden Kapelle verbarg. Wobei der Volksmund berichtet: „Er verbarg sich vor seinen Häschern hinter einem triefenden Stein“ (kleiner Wasserfall).

Die Gemeinde stand bis 1556 unter Landeshoheit des Grafen von Wertheim. Lengfurt, das einst als Schiffersiedlung entstand, war einmal der größte Weinort in der näheren Umgebung. Dies erkennt man an den heute Teils zerfallenen und teilweise wieder genutzten Weinbergsmauern in der Gemarkung Lengfurt und die vielen Weinkeller, die heute z.B. als Versammlungsräume und Musikkeller genutzt werden.

Den Weinbau verdankte Lengfurt hauptsächlich den Chorherren des Augustiner Chorherrenstifts Triefenstein. Sie trugen dafür Sorge, dass ihr Messwein in Lengfurter Gemarkung gepflanzt wurde. Die industrielle Entwicklung nahm in Lengfurt fahrt auf, als am 8. Oktober 1899 das Zementwerk gegründet wurde und im Frühjahr 1901 in Betrieb ging. Damals zog man die Arbeit in einem Betrieb der landwirtschaftlichen Tätigkeit, besonders dem Weinbau, vor.

Mainabwärts von Lengfurt liegen einige der ältesten Weinbaugebiete Frankens. Am Lengfurter und Homburger Kallmuth wird seit Über 900 Jahren Weinbau betrieben. Seine 12 km langen und bis zu 5m hohen Trockenmauern lassen auf den terrassenförmigen Lagen bei submediterranem Klima vorzüglichen Wein gedeihen.
Im Sommer können dort 50 -60 Grad C erreicht werden, das dem Wein gut tut. Der Kallmuth ist seit 1981 Kulturdenkmal.


Welche Sagen und Märchen

…die über diesen Ort erählt werden und ob Frau Holle hier wohnt, erfahren Sie hier.


SEHENSWERTES IN LENGFURT

Dreifaltigkeits-Säule Lengfurt

Wahrzeichen Lengfurts ist die auf dem Marktplatz stehende Dreifaltigkeitssäule, der Wiener Pestsäule nachgebildet, aus dem Jahr 1728, ebenso weithin bekannt wie die St. Jakobus Pfarrkirche aus dem Jahre 1613/14 mit ihrem bemerkenswerten Hochaltar und anderen Kirchenschätzen.

Sie wurde 2012 renoviert und erstrahlt jetzt wieder in dem Glanz, der ihr einst zugedacht war.

Zustand nach Renovierung 2012

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Pfarrkirche St. Jakobus

St Jakobus Lengfurt Innen
St Jakobus innen-02

Ein erster Hinweis auf ein Gotteshaus in Lengfurt findet sich im Triefensteiner Urbar (Grundbuch) A von 1416: Dort ist ein Wein-Zehnt für die Kirche aufgeführt. Nach Einführung der Reformation durch die Grafen von Wertheim in Lengfurt nutzten die protestantischen Christen dieses Gotteshaus, während die Katholiken die Triefensteiner Leutkirche besuchten. Nach dem Aussterben der Wertheimer Grafen zog der Würzburger Fürstbischof den größten Teil ihrer Lehen ein, darunter auch im Jahr 1612 Lengfurt. Damit endete die fast 100jährige konfessionelle Spaltung des Ortes. Ein Jahr später wurde der Grundstein zur Kirche St. Jakobus d.Ä. gelegt. Das heutige Aussehen dieser Echter-Kirche ist geprägt von den Umbauten des frühen 18. Jh., vor allem der Verlängerung des Kirchenschiffs. 1704 wurde der alte Kirchturm abgebrochen und ein neuer neben dem Chor errichtet. Die Seitenaltäre schuf der Lengfurter Schreiner Bretträger 1722, der Hochaltar kam 1807 nach Lengfurt, die Kanzel ist aus der Hand des Bronnbacher Bildhauers Külsheimer von 1811, das Orgelgehäuse mit Rokokoschnitzwerk stammt von 1773.

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Napoleon Wandmalerei

Napoleon-Fresko

Napoleon-Fresko

 

Napoleon-Fresko-Lengfurt

Ich war auch hier! Napoleon Bonaparte
Napoleon ging durch diese Furt 1812 mit seiner großen Armee über den Main bei seinem Feldzug gegen Rußland.
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 Schleuse

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1936 gebaut und seitdem in ständiger Nutzung durch Sport- und Berufschifffahrt. Architektonisch interessantes Ensemble.
Besonders für Kinder ist es interessant, wie sich tonnenschwere Schiffe über die Kaimauer bewegen.


 

 Dreschhalle

Dreschhalle Lengfurt Mainlände

Dreschhalle Lengfurt Mainlände

Am Main unterhalb der Straße von Wertheim nach Marktheidenfeld.
Neu renovierter Platz mit überdachter Halle, Grillplatz und Spielplatz mit Rutsche, und Beach-Volleyball-Feld. Hier werden auch Feste gefeiert.


 

Lengfurter Wald

Herbstimpressionen

Herbstimpressionen

Waldwichtelweg Wichtel

Mit dem Fahrrad oder zu Fuß nach Marktheidenfeld. Folgen Sie dem Weg oberhalb des Freibades nach Marktheidenfeld. Der Weg hat nur eine leichte Steigung bis nach Marktheidenfeld.
Tipp: Auch für Kinderwagen geeignet. Auf dem Weg befindet sich auch ein Teilstück des „Waldwichtel-Weges“.


 Schwimmbad – Waldbad

Waldbad Lengfurt

Waldbad Lengfurt

Ein für die Gemeinde sehr großes Freibad (Waldbad) ist für alle Besucher offen.
Das Sportzentrum Lengfurt mit Waldbad.
Dazu gehören eine Tennisanlage, ein Fußballplatz, eine Sporthalle und eine Laufbahn.
Außerdem gibt es am Freibadbad einen kleinen Kiosk mit den üblichen Schwimmbad-Leckerein und eine Gaststätte am Campingplatz.


 

 Slip für Boote

Lengfurt Bootsslip

Lengfurt Bootsslip

Am Main, unterhalb der Straße von Wertheim nach Marktheidenfeld. Zwischen Kinderspielplatz und Main-Parkplatz.
Hier können Sie Boote zu Wasser lassen. Parkplätze sind ebenso vorhanden.


 Mainspielplatz

Spielplatz Mainlände Lengfurt

Direkt an der Dreschhalle.
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Kulturwege und Wanderwege

Kulturweg

Wandern

Kulturwanderwege
M-Weg nach Marktheidenfeld
Kallmut Wanderweg


Waldwichtelweg

Waldwichtelweg Wichtel

Der Waldwichtelweg am Dillberg… macht den Wald mit allen Sinnen erfahrbar.
Er ist speziell für Kinder ab 3 Jahren und ihre Eltern ausgerichtet und lädt dazu ein, Wald und Umwelt spielerisch zu entdecken. Seine zahlreichen Stationen fordern dazu auf, den Wald aktiv zu erforschen und zu begreifen.
So bietet er eine bunte Entdeckungsreise, die Kleinen wie Großen als spannend, lehrreich und sinnesanregend in Erinnerung bleibt. Herzlich willkommen auf dem Weg nach Wichtelhausen!

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