Weg 1 Tafel 2-5 Geologische Besonderheiten – Der Bocksberg

Weg 1 Tafel 3-2, Geologische Besonderheiten, Der Bocksberg

Weg 1 Tafel 3-2, Geologische Besonderheiten, Der Bocksberg

Informationen zum Weg 1 Tafel 2-5 Geologische Besonderheiten – Der Bocksberg


Übersichtskarte:Kulturwanderwege Markt Triefenstein


Der Bocksberg

Natur in am Bocksberg, die Küchenschelle

Natur in am Bocksberg, die Küchenschelle

Geologische Besonderheit im Sandstein – der Bocksberg
Der Bocksberg gilt als das westlichste Muschelkalkvorkommen von Bayern und das einzige innerhalb des Mainvierecks. Erdgeschichtlich entstanden ist der Bocksberg vor rund 240 Millionen Jahren, als Rettersheim und seine Umgebung von einem Meer bedeckt waren. In dieser Zeit des „Muschelkalks“ lagerten sich zum Teil über 200 Meter dicke Kalk- und Tonschichten ab. Der Bocksberg ist ein Überbleibsel dieser Periode.
Ursprünglich bezeichnete „Bocksberg“ einen ca. 20 Hektar großen Acker, der ehemals zum Kloster Triefenstein gehörte und der bis in das 19. Jahrhundert hinein teilweise bewaldet war. Die Rettersheimer Ziegler bauten bis zum Zweiten Weltkrieg am Bocksberg das Rohmaterial für den Kalkbrand ab. Kalkschotter wurde für den Autobahnbau vom Bocksberg wegtransportiert. Heute gehört der offen gelassene Steinbruch zur Schutzzone des Naturparks Spessart mit zum Teil seltenen Pflanzen wie Küchenschelle, Fransen-Enzian, Gold-Distel oder Deutscher Ziest.

Fotos:

– Geologische Karte (siehe Chronik Rettersheim, S. 12)
– Ausschnitt Triefensteiner Urbar (Grundbuch) B, Gründungsnotizen „Heymberg“ / „Heginberg“ (STAWt-F, Rep. 75, Nr. 406, Urbar B, fol. 256b-257a)

Geologie

Geologie Kallmuth-Bocksberg

Geologie Kallmuth-Bocksberg

Auszug aus der Ortschronik Rettersheim



Die Bedeutung der geologischen Schichten für das historische und heutige Leben

Die geologischen und hydrogeologischen Verhältnisse eines Gebietes, die sich in vielen Millionen
Jahren entwickelt haben, bestimmen auf natürliche Weise weite Bereiche des historischen und
heutigen Lebens der Menschen.
Von der ersten Ansiedlung, die in großem Maße vom Vorhandensein von Wasser und damit von der hydrogeologischen Situation abhing, über die Möglichkeit der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung von Flächen (auf ertragreichen Lößböden) bis hin zur Nutzung der „anstehenden“ Gesteine (z.B. Steinbruch Bocksberg) sind die Lebensbedingungen und die Entwicklungsmöglichkeiten der Siedlungen eng an geologische und hydrogeologische Gegebenheiten geknüpft. Auch das Leben in Rettersheim wurde und wird heute noch von der Geologie geprägt. Einige geologische Besonderheiten werden in der Rettersheimer Chronik aufgezeigt.

 


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